Schrott – extrem wertvoll

Schrott zählt als wertlos, in Wirklichkeit ist er als Rohstoffquelle erkannt. In jeden Ort existieren Schrotthändler, Menschen sammeln auf Müllkippen Wertstoffe, alte Schiffe werden zerlegt und bei Elektronikschrott mit einfachen Methoden Kupfer und andere Rohstoffe gewonnen.

Eisen- und Stahlschrott können beliebig oft zu neuen Rohstoffen umgeschmolzen werden. In der Schweiz werden pro Jahr ca. 80’000 Altfahrzeuge verwertet, daraus ergeben sich folgende Produktionseinsparungen (Quelle klimafreundlich schweiz, 2018):

bei Stahl:
110’000 Tonnen Eisenerz
300’000 MWh Energie
63’000 Tonnen CO2

bei Aluminium:
23’000 Tonnen Bauxit
100’000 MWh Energie
45’000 Tonnen CO2

Das Recylcling in Entwicklungsländern findet oft unter gefährlichen Bedingungen statt. Wir bauen Brunnen und denken so, Probleme lösen zu können. In Wirklichkeit sollten wir helfen, komplexe Kreisläufe aufzubauen. Neben der Trennung von Müll sind Kehrrichtverbrennungsanlagen sinnvoll. Diese Technik ist für Entwicklungsländer häufig unbezahlbar, doch neben der Energie werden Metalle gewonnen. Diese können für weitere Anwendungen, wie z.B. den 3D Druck genutzt werden.

Aktuell gibt es folgende Schritte

Verwerter führen eine sogenannte Trockenlegung durch. Flüssigkeiten, Batteien und Reifen müssen ausgebaut werden
Im Shredderwerk werden Metallabfälle faustgrosse Stücke zerlegt und an Stahlwerke verkauft
Shredderrückstände können in Kehrrichstverbrennungsanlagen thermisch verwertet werden
Schlackenverarbeitung, das ist praktisch die „Asche“ in der Schweiz stecken 300 kg Gold darin

Ein Ansatz ist auch Fahrzeuge und Geräte nach Afrika zu exportieren. Dort sind die Ansprüche tiefer und Reparaturen möglich, die sich hier nicht mehr lohnen. Für Fahrräder setzen sich z.B. folgende Organisationen ein.
www.velafrica.ch
www.fahrraeder-fuer-afrika.de
Sehr viele Händler, verkaufen Schrottautos, damit diese im Ausland weiterfahren. Wenn die Produktion in einer Ökobilanz richtig bewertet werden, so ist das meistens effektiv, wenn ein Fahrzeug länger genutzt wird. Das die Armen veraltete Fahrzeuge nutzen ist eine Pille, die wir schlucken müssen.

Doch Geld ist leider knapp.