Erfahrungen mit Konzepten – Literaturhinweise

Aus einer Idee ein schlüssiges Konzept zu gestalten ist eine Herkulesaufgabe.

Vor allem im Dienstleistungsbereich sind Ideen schnell kopierbar. Der Gründer sitzt dann auch ohne Geld da, um sich Wissen einzukaufen und die Zeit ist schnelllebig geworden. Das einzige was nützt ist ein Konzept mit mehreren Standbeinen und einen Alleinstellungsmerkmal. Für den Gründer geht es darum, die Dinge reifen zu lassen, doch dafür muss er raus und immer wieder seine Ideen prüfen.

Prof. Günter Faltin hat zwei Bücher verfasst, auch Werke von Dozenten der Hochschule St. Gallen basieren auf dessen Konzepte. Auch hier gilt, dass das Erlernte am besten im Austausch mit Menschen funktioniert. Gute Methoden sind sicherlich das Design Thinking (es werden verschiedene Möglichkeiten durchgespielt und immer wieder geprüft) oder das Business Canvas (auf einen Blick die nötigen Ressourcen und Beziehungen).

Eine Mitstudentin hat auf den Summit 2017 in Berlin ein Bierdeckelspiel kreiert und es gibt auch von der Stiftung Entrepreneurship ein kleines Gesellschaftsspiel. Die verschiedenen Startup Treffen sind eine gute Möglichkeit für den Austausch. Ich durfte am Summit 2017 meine Schokoreisen präsentieren und startete ein Jahr später die ersten Vermarktungsversuche.

Ich gehe mit meinen Ideen schnell am Markt und versuche diese weiterzuentwickeln, statt hinter verschlossenen Türen zu schmollen. Meistens braucht es Wettbewerber, dass sich eine Idee durchsetzt, man muss dann der Beste sein, der zweitbeste verdient auch noch genügend Geld.

Wichtig ist es ins Handeln zu kommen. Ein Konzept ist da nützlich, aber auch sehr dynamisch. Dafür muss es immer wieder angepasst werden. Manchmal entsteht der entscheidende Wettbewerbsvorteil erst im Laufe der Zeit.

Ein Konzept bedeutet Durchhalten

Im Internet werden von vielen Coaches Heilsversprechen verbreitet, Millionär ohne viel Arbeit und E-Mail Listen bringen schnelles Geld. Der Wettbewerb ist sehr hoch und es bedarf Anstrengung und Glück. Leider leben viele davon, einfache Dinge extrem teuer zu verkaufen. Das sollte kein Geschäftsmodell sein. Gerade in der Werbung und Beratung werden häufig nur überteuerte Preise akzeptiert.