Wenn Arbeit erfüllt, aber nicht nährt

Wir haben gelernt: Arbeit ist die Grundlage für Wohlstand. Wer fleissig ist, trägt zur Gesellschaft bei und wird dafür belohnt. Doch in der Realität fühlt sich diese Gleichung oft unvollständig an. Denn Arbeit ist nicht gleich Arbeit – zumindest nicht in den Augen des Marktes.

Der Wert der Anerkennung

Arbeit wird meist dort am höchsten vergütet, wo der Mangel am größten ist. In den Ballungszentren entstehen Arbeitsplätze. Das Grundbedürfnisse Wohnraum trifft auf ein begrenztes Angebot. Hier fließt das Geld, hier finden die „Aufstiegschancen“ statt. Am Ende wird die Miete aufgewendet, um die Lage zu finanzieren. Für den Grundstückswert leistet der Eigentümer nichts. 

Was passiert mit der Arbeit, die aus Leidenschaft entsteht? Als Liedermacher und Reisejournalist stecke ich mein Herzblut in Projekte, die mich zutiefst erfüllen. Meine Website ist mein Lebenswerk – ein digitales Archiv meiner Seele. Aber die harte Wahrheit ist: Erfüllung zahlt keine Miete. Wenn die Beiträge kaum gelesen werden und die Musik im digitalen Rauschen untergeht, stellt sich die existenzielle Frage: Was bringt diese Arbeit wirklich?

Die 90-Prozent-Falle: Beziehungsarbeit vs. Schöpfung

Wir leben in einer Aufmerksamkeitsökonomie. Es reicht heute nicht mehr aus, produktiv zu sein oder ein exzellentes Werk zu schaffen. Die eigentliche „Arbeit“, die das Geld einbringt, hat sich verschoben:

  • Produktive Arbeit: Das Schreiben, Komponieren und Erschaffen (oft nur 10 % des Aufwands).
  • Beziehungsarbeit: Marketing, Vernetzung, Werbung und die Jagd nach Sichtbarkeit (etwa 90 % des Aufwands).

Um Menschen zu erreichen, muss man investieren – Zeit und Geld. Nur wer laut genug trommelt (oder genug für Werbung bezahlt), hat die Chance, die „richtigen“ Personen zu erreichen. Ohne diese Beziehungsarbeit bleibt das produktivste Werk unsichtbar.

Die Leere der hohen Produktivität

Das ist das große Paradoxon unserer Zeit: Wenn ich mich rein auf meine Kunst konzentriere, ist meine Produktivität extrem hoch. Ich schaffe viel, ich schaffe Tiefgang, ich schaffe Qualität.

Was ist Produktivität wert, wenn sie nicht genutzt wird?

Arbeit ohne Resonanz fühlt sich oft wie ein Schrei im Vakuum an. Wir müssen uns fragen, ob wir bereit sind, den Preis der „Beziehungsarbeit“ zu zahlen, um gehört zu werden – oder ob wir einen Weg finden, den Wert unserer Arbeit jenseits des Bankkontos neu zu definieren.


Wie RFID das Recycling revolutioniert

Von der logistischen Verfolgung zur intelligenten Kreislaufwirtschaft

Lange Zeit galt der Einsatz von RFID (Radio Frequency Identification) im Massenmarkt-Recycling als „zu teuer“ und technisch „zu komplex“. Doch aktuelle Entwicklungen in der Technologie und neue EU-Regulierungen verschieben gerade die Grenzen des Machbaren. Im Ideen.haus blicken wir heute auf die drei entscheidenden Hebel, die RFID zum Gamechanger für die Kreislaufwirtschaft machen.

Der Digitale Produktpass (DPP) – Die Pflicht wird zur Chance

Die EU-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) macht ernst: Ab 2026/2027 wird der Digitale Produktpass schrittweise zur Pflicht – beginnend bei Batterien, Textilien und Elektronik.

Wenn Produkte ohnehin eine digitale Identität benötigen, sinken die Grenzkosten für das Recycling-Tracking massiv. Die Infrastruktur wird vom „Nice-to-have“ zur gesetzlichen Notwendigkeit. RFID bietet hier gegenüber dem QR-Code den entscheidenden Vorteil der Pulk-Erfassung: Hunderte Artikel können in Sekundenbruchteilen ohne Sichtkontakt gescannt werden.

Gedruckte Intelligenz“ statt teurer Silizium-Chips

Das Kostenargument wackelt. Die Forschung an gedruckter Elektronik macht enorme Fortschritte. Anstatt klassische starre Chips aufzukleben, werden Antennen und einfache Schaltkreise zunehmend mit leitfähigen Tinten direkt auf Verpackungen oder Textilien gedruckt.

Die Kosten pro Tag sinken Richtung 1-Cent-Bereich, und die Materialien stören den eigentlichen Recyclingprozess (z. B. im Schmelzofen) deutlich weniger als herkömmliche Metallelemente.

KI-gestützte Sortierung: 95% Reinheit sind greifbar

In Projekten wie HolyGrail 2.0 (und dem Nachfolger HolyGrail 2030) wird gezeigt, wie digitale Wasserzeichen und RFID-Tags Sortieranlagen „sehen“ lassen. Bisherige Infrarot-Scanner erkennen nur das Material (z. B. PE-Kunststoff). RFID erkennt den Inhalt: War in dieser Flasche Reinigungsmittel oder ein Lebensmittel? Diese Information ist entscheidend, um hochwertige Rezyklate zu gewinnen, die wieder für Lebensmittelverpackungen zugelassen werden können.

Fazit 

Die Technik ist bereit für den Sprung aus der Nische. Das Problem ist nicht mehr die Machbarkeit, sondern die Skalierung. Wir müssen Recycling nicht mehr als „Abfallentsorgung“, sondern als Datenmanagement begreifen. Ein Produkt, das seine eigene Zusammensetzung „kennt“ und kommunizieren kann, wird niemals zu Müll – es bleibt ein wertvoller Rohstoff im Kreislauf.


Diskussionsimpuls für heute:

Welche Geschäftsmodelle können den Mehrwert der RFID-Daten entlang der gesamten Lebensdauer nutzen?

Diskussionsimpuls für heute:

Welche Geschäftsmodelle können den Mehrwert der RFID-Daten entlang der gesamten Lebensdauer nutzen?

NFC an Zukunftstechnologie teilhaben

Wir beschäftigen uns mit PWA und Restaurantlösungen. Dabei ist NFC eine interessante Lösung. Mit unserem Nachbarschaftsprojekt beschäftigen wir uns mit dieser Technik. Ziel ist es, an der technischen Entwicklung teilzuhaben.

Mitarbeit bei Nachbarschaften i54

NFC & PWA: Was heute wirklich geht

Kurz gesagt: NFC direkt aus dem Browser funktioniert zurzeit nur auf Android (Chrome). Auf iOS/Safari existiert kein Web-NFC-Zugriff, auch nicht für installierte PWAs. Wer NFC zuverlässig auf allen Geräten braucht, landet aktuell bei native Apps oder einem Wrapper (z. B. Capacitor/Cordova).

Was heißt das für Projekt?

  • Android-only möglich: NFC-Use-Cases (z. B. Badge-Scan, einfache Tag-Writes, Start einer Web-URL) lassen sich im Chrome auf Android umsetzen. Was auch als installierte PWA funktioniert, solange sie unter Chrome läuft. Beachten Sie: nur NDEF, keine Low-Level-Modi/HCE.
  • Cross-Platform Anspruch (Android + iOS):

Native App/Wrapper nutzen, um auf iOS an NFC zu gelangen.
Fallback anbieten (QR-Code/Short-URL), wenn NFC nicht verfügbar ist.

Realistische Roadmap: Für Gastro/Events/Marketing heute: QR first, NFC als Android-Bonus. Für flächendeckendes NFC-Erlebnis: native Umsetzungen einplanen. Diese Einschätzung deckt sich auch mit den Aussagen auf PWA.Vision

Fazit: NFC fürs Web hat Zukunft, aktuell aber nicht fürApple Benutzer. Die Zukunft bleibt spannend. Für Ideen, die überall funktionieren sollten, bleibt NFC derzeit App-Territorium. Das Web holt auf, aber noch nicht auf iOS. Andererseits erweisen sich WebApps als wirklich bequemer, als dauernd Apps zu installieren.

Toiletfinder.ch – wenn man mal muss

Wer kennt das nicht: unterwegs in der Stadt, beim Spazieren, auf dem Velo oder beim Shopping, und plötzlich drängt ein Bedürfnis. Doch wo findet man schnell und unkompliziert eine Toilette? Genau hier hilft toiletfinder.ch.

Die Plattform soll öffentliche und frei zugängliche Toiletten in der ganzen Schweiz anzeigen. Mit wenigen Klicks sieht man auf einer Karte, wo das nächste WC ist, was praktisch für Familien, ältere Menschen, Tourist:innen oder einfach alle ist, die ungern lange suchen. Die Ergebnisse sind auf der Webseite dokumentiert und zu funktionierenden Lösungen verlinkt.

Besonders charmant: Nutzer können Toiletten selbst eintragen oder bewerten. Nur Google sitzt noch nicht richtig im Boot. Auf Google Maps wächst die Datenbank ständig weiter und wird genauer. Toiletfinder.ch ist also nicht nur nützlich, sondern auch ein kleines Gemeinschaftsprojekt.

Das klingt zwar banal, ist es aber nicht. Denn wer schon einmal verzweifelt nach einem WC gesucht hat, weiss, wie wertvoll solche Informationen sind. Und ganz nebenbei trägt die Plattform dazu bei, die Schweiz gastfreundlicher und inklusiver zu machen.

Wir stellen die Idee gerne hier öffentlich. 

Smartphones für Afrika

Afrika braucht nicht nur gebrauchte Autos und Fahrräder, sondern vor allem Zugang zu moderner Technik. Elektronik wie Smartphones enthalten wertvolle Ressourcen, deren Gewinnung und Verarbeitung mit erheblichen Umweltbelastungen verbunden ist. Gleichzeitig ist das Recycling elektronischer Geräte aufwändig und teuer. Doch gebrauchte Smartphones einfach wegzuwerfen, ist keine Lösung – weder ökologisch noch wirtschaftlich.

Reparieren statt Wegwerfen

Eine Möglichkeit, den Lebenszyklus von Smartphones zu verlängern, ist die Reparatur gebrauchter Geräte. Spezialisten wie Revendos zeigen, wie alte Smartphones wieder funktionsfähig gemacht werden können. Doch was geschieht, wenn die Reparatur zu teuer wird und sich wirtschaftlich nicht mehr lohnt?

Reparatur als Chance für Afrika

Hier könnte Afrika eine Schlüsselrolle übernehmen. Viele Afrikaner sind handwerklich geschickt und könnten mit dem notwendigen Wissen und der passenden Organisation zu Experten für die Smartphone-Reparatur werden.

Ein Ansatz könnte darin bestehen, gebrauchte Smartphones vorab zu prüfen, defekte Teile zu identifizieren und diese gezielt zu ersetzen. Unternehmen wie Mobileparts könnten die benötigten Ersatzteile bereitstellen.

Herausforderungen bei Software und Apps

Ein großes Problem bleibt jedoch die Software. Oft funktioniert ein Smartphone technisch einwandfrei, aber die Software ist veraltet oder Apps laufen nicht mehr. Hier sind Technologieunternehmen wie Google und Apple gefordert, Lösungen für ältere Geräte zu entwickeln und die Lebensdauer ihrer Produkte und Betriebssysteme zu verlängern sowie die Softwareentwicklung neu zu denken.
 

  • Software-Unterstützung: Die Lebensdauer eines Smartphones hängt maßgeblich von der Unterstützung durch aktuelle Betriebssysteme und Apps ab. Wenn Hersteller die Softwarepflege für ältere Modelle einstellen, werden diese anfälliger für Sicherheitsrisiken und inkompatibel mit neuen Anwendungen. Eine längere Software-Unterstützung seitens der Hersteller könnte die Nutzungsdauer erheblich verlängern.
  • Austausch von Prozessoren und Speichererweiterungen: Smartphones sind oft so konzipiert, dass zentrale Komponente wie Prozessoren fest verlötet sind. Dies erschwert oder verhindert den Austausch und eine weitere Aufrüstung, was die Lebensdauer der Geräte begrenzt. Einige Hersteller setzen jedoch auf modulare Designs, die Reparaturen und Upgrades erleichtern.

    Hinweise dazu:
    Informationszentrum-Mobilfunk

Organisatorische Herausforderungen:

  • Recycling und Wiederverwendung: Obwohl das Recycling von Smartphones wichtig ist, um wertvolle Rohstoffe zurückzugewinnen, bleibt es technisch anspruchsvoll und oft unwirtschaftlich. Daher ist die Wiederverwendung durch Aufbereitung (Refurbishment) eine effektivere Strategie, um die Lebensdauer zu verlängern und Ressourcen zu schonen.
  • Internationale Zusammenarbeit: Es lohnt sich, die internationale Zusammenarbeit zu stärken. Elektronikschrott sollte eindeutig verhindert werden. Die Teile auszubauen ist aber sehr aufwändig und nur durch billige Arbeitskraft möglich. Nur langfristig gesehen steigert diese Dienstleistung in Afrika den Wohlstand. Wir sollten uns daher an den Kosten beteiligen und bereits bei Kauf für die Schrottverwertung bezahlen.  

Verbraucherverhalten: Viele Nutzer bewahren ihre alten Smartphones ungenutzt auf, anstatt sie dem Recycling oder der Wiederverwendung zuzuführen. Eine erhöhte Sensibilisierung für die Bedeutung der Rückgabe und Wiederverwendung könnte dazu beitragen, die Ressourceneffizienz zu steigern.

Ein Modell für die Zukunft

Ein Recycling- und Reparaturmodell für Smartphones könnte sich an Initiativen wie Velos for Africa orientieren, bei denen gebrauchte Fahrräder gesammelt, aufbereitet und in Afrika eingesetzt werden. Solche Projekte schaffen nicht nur Zugang zu wichtigen Ressourcen, sondern auch Arbeitsplätze und Wertschöpfung, vor allen in Afrika. 

Bereits bestehen Ansätze: Start-ups, beispielsweise in der Schweiz, setzen auf Recycling- und Reparaturkonzepte. Für Afrika bietet sich die Chance, eine Schlüsselrolle in diesem Prozess einzunehmen, indem es sich als Dienstleistungszentrum für Smartphone-Reparaturen positioniert.

Schweizer Startups im Bereich Smartphone-Aufbereitung:

In der Schweiz gibt es mehrere Startups, die sich auf die Wiederaufbereitung und den Verkauf gebrauchter Smartphones spezialisiert haben. Sehr oft sind daran Mobilkonzerne beteiligt.

Hier eine Auswahl:

Mobileup

Mobileup konzentriert sich auf die Wiederaufbereitung von Smartphones und bietet eine Plattform für nachhaltige Produkte. Sie setzen sich dafür ein, die Lebensdauer von Elektronikgeräten zu verlängern und somit CO₂-Emissionen und Elektroschrott zu reduzieren. 

Revendo

Revendo ist auf den An- und Verkauf gebrauchter Elektronikgeräte spezialisiert, insbesondere von Smartphones. Sie fördern die Kreislaufwirtschaft, indem sie gebrauchte Geräte aufbereiten und wieder in den Markt einführen. 

Jusit

Jusit ist die Marke von Mobilezone, die über 130 Ladenlokale in der Schweiz führen, die Geräte zurücknehmen und wiederaufbereiten. Diese Arbeit erfolgt in Rotkreuz, dabei werden auch Menschen mit Einschränkungen beschäftigt.

Geräte, wo sich die Arbeit nicht lohnt, werden für wenig Geld nach Afrika weiterverkauft.

Fazit

Diese Unternehmen tragen dazu bei, die Lebensdauer von Smartphones zu verlängern und den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Durch den Kauf aufbereiteter Geräte können Verbraucher nicht nur Geld sparen, sondern auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Soweit wir das beurteilen, werden die Smartphones in der Schweiz verkauft. Ein gebrauchtes Gerät wird drei Jahre benutzt, genauso lange wie in der Regel das Neugerät.

Ein beachtliches Problem sind die prekären Zustände in der Ausbildung und hinsichtlich Arbeitsplätze in Afrika, dies gegenüber Schweizer Startups, welche ein Luxusleben führen. Wie kommen wir hier nur auf Augenhöhe?

Die Märkte sind verteilt, Gewinner und Verlierer stehen fest. Ein Geschäftsmodell, wo wirklich Afrika profitiert, wir schwierig. So ist unser Engagement vielleicht nur ein Traum.

Idee: Gedeckter Tisch

Gemütliche Runde am gedeckten Tisch - Geschäftsidee?
Einladung zur Entdeckung & Zelebrierung des Besonderen

Im Porzellanmuseum Düsseldorf sind wunderschön gedeckte Tische zu bewundern. Früher war dies eine weit verbreitete Tradition: ein festlich gedeckter Tisch mit feinstem Geschirr. Doch wie gestaltet sich diese heute?

Wer heutzutage ein Porzellanservice erbt bevorzugt es oft, dieses platzsparend koordiniert, zu verkaufen. Zudem fehlt heute oft die Zeit oder Muße, um einen Tisch elegant zu decken. Dadurch schwindet auch die Freude an schönem Geschirr.

Dagegen nimmt die Tischkultur im arabischen Raum oder in Osteuropa einen hohen Stellenwert ein. Gastfreundschaft wird dort durch aufwendig gedeckte Tafeln und den Einsatz von Schalen und Schüsseln zelebriert. Wie könnte ein solcher Tisch bei uns aussehen? Es wäre doch beispielsweise in einem Coworking-Space oder innerhalb der Nachbarschaft eine wunderbare Idee, regelmäßig einen festlich gedeckten Tisch zu gestalten.

Ein schön gedeckter Tisch bereitet Freude und lädt die Menschen dazu ein, sich niederzulassen, zu kommunizieren und reflektieren. Dies ermöglicht eine willkommene Abwechslung im Alltag und fördert die Gemeinschaft. Solche Zusammenkünfte könnten auch thematisch gestaltet werden, ergänzt durch internationale kulinarische Spezialitäten oder saisonale Dekorationen, um die Vielfalt und Schönheit der Tischkultur zu feiern.

neu, frisch & wohltuend: Unsere Ideen dazu

Auch Workshops zur Kunst des Tischdeckens oder gemeinschaftliche Kochabende könnten organisiert werden, wonach die Teilnehmer lernen, wie man einen Tisch kreativ und einladend gestaltet. Dies könnte mehr als das Bewusstsein für eine stilvolle Tischkultur schärfen, fördert es doch auch die Entstehung neuer sozialer Kontakte und Netzwerke.

Gerade der Filterkaffee bietet sich als ideales Element für die vereinende Tischkultur an. Die Kaffeekanne steht auf dem Herzstück, und gemeinsam wird Kaffee ausgeschenkt. Man nimmt sich mehr Zeit füreinander und tut sich erst an den Köstlichkeiten gütlich, sobald jeder am Tisch bedient ist. Das baldige Nachschenken vertieft und weitet diese besonderen Momente aus. Wodurch die Zeit am Kaffeetisch intensiver gelebt wird und auch in Erinnerung bleiben dürfte. Die Quintessenz liegt demnach in der Gemeinschaft und und dem Tafelzauber.

Resümee

Ein raffiniert gedeckter Tisch bereitet weit mehr als ein ästhetisches Vergnügen, fördert er doch das Miteinander und bietet Gelegenheiten für gemeinsame Momente wie den Gedankenaustausch, die in unserer hektischen Zeit oft zu kurz kommen.

Unperfekthaus in Essen

zufrieden am Arbeitsplatz im Unperfekthaus

Der Unternehmer Reinhard Wiesemann, der einen beachtlichen Erfolg mit Open-Source-Software erzielen konnte, hat in Essen das Unperfekthaus gegründet. Dieses innovative Projekt macht nicht nur ein attraktiver Coworking Space aus, sondern dient auch als Arbeitsgrundlage für zahlreiche gesellschaftliche Initiativen, die darauf abzielen, positive Veränderungen zu bewirken.

Im Unperfekthaus können Menschen zusammenkommen, um Ideen zu entwickeln und zu verwirklichen. Coworking Spaces sind heutzutage vielerorts zu finden, da Homeoffice immer populärer wird, und sich gleichzeitig ein ungestörtes Arbeiten zu Hause oft schwierig gestaltet.

Was jedoch den meisten Coworking Spaces fehlt ist ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Gemeinsames Essen, Gespräche, der Austausch über Projekte und die gemeinsame Entwicklung von Ideen sind entscheidende Faktoren für ein erfolgreiches Coworking. Diese Aspekte stellen aber auch eine große Herausforderung dar.

Genau diese Herausforderung wird aber im Unperfekthaus aktiv angegangen. Hier werden Ideen nicht nur erdacht, sondern auch realisiert. Coworking ist der erste Schritt in Richtung kollaborative und kreative Arbeitsweise. Sie wird im Unperfekthaus in Essen tagtäglich gelebt.

Fallstudie Recycling

Abfallcontainer als Symbol für Recycling

Die Bertschi AG ein typischer Vertreter?

Die Bertschi AG ist ein Recycling-Unternehmen mit einem Faible für Expansion. Karin Bertschi, eine der Geschäftsführer des Familienunternehmens war in der Kantonsregierung des Aargau politisch aktiv gewesen. Aufgrund von vorwiegend freundlicher Berichterstattung der Medien wäre sie womöglich sogar in den Nationalrat gewählt worden.

Rückzug von Karin Bertschi aus der Politik

Als SVP Politikerin wurde sie wegen ihrer Aussage, Asylbewerber beschäftigen zu müssen, gefeiert.

Aargauer Politikerin gefeiert

Kann ein Unternehmen mehr bewältigen als die Politik? Recycling ist eine extrem wichtige Branche, deren Preise und Kosten von der Politik abhängig sind. Abfallentsorgung beläuft sich auf eine weitgehend kommunale Aufgabe. Zudem kann die Politik Einfluss auf Rohstoffpreise nehmen.

In Deutschland gibt es ein Pfandsystem, Afrika verbrennt den Müll offen mit erheblichen Gesundheitsrisiken, und Lidl als größter Recycling-Unternehmer unternimmt herzlich wenig für eine weitgehend umweltfreundliche Annahme-Lösung von Verpackungen in den Filialen. Es würde sich hier nur schon lohnen, den eigenen Kaffeebecher mitbringen zu können, somit kostet ein Kaffee nur noch die Hälfte.

Meine Fragen im Anschuss der folgenden Dokumentation stelle ich dem Unternehmen Bertschi und weiteren Unternehmen, die Verantwortung für das Recycling tragen.

Fragen zum Recycling

In der Schweiz bezieht jede Gemeinde ihre eigenen Sorten Kehrichtsäcke, die an den Supermarktkassen gegen Gebühr ausgehändigt werden. Ich nehme an, kein Laden verdient damit Geld. Kehrichtsäcke sind von Gutscheinangeboten stets ausgenommen. Neben den Kehrichtsackgebühren sind häufig Entsorgungsgebühren zu entrichten. Entsorgungsstellen finden von den zugehörigen Gemeinden Unterstützung, aufgrund dessen nur deren Bürger ihren Abfall kostenlos hinbringen dürfen.

Was halten Sie von diesem Kästchendenken?
Weshalb sind die vielen Kehrrichtsäcke samt Gebühren nötig?
Welche Preisvarianten kennen Sie noch?

Recycling ist ein Wirtschaftsgut, wonach die Verwirklichung des Gedankens einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft bitter nötig wäre. Doch viel zu gerne wird verbrannt. Gebührensäcke für reines Plastik-Recycling sind in der Regel nicht günstiger als jene Gebühren für Kehrichtsäcke.

Begründet wird dies mit dem hohen Aufwand für Plastik-Recycling, statt Verbrennung. Diese Kehrichtsäcke für Plastik kosten nämlich im Normalfall mindestens gleich viel wie die herkömmlichen Kehrichtsäcke, der gebrauchte Plastik ist aber bereits in jedem Privathaushalt zu reinigen und ein voller Sack in einem speziellen Container zu entsorgen.

Tonerkartuschen scheinen Rentabilität aufzuweisen. Die Tonerkartuschen werden Kartuschen sogar abgeholt (siehe Tonrec). Der schweizerische Detailhandel kauft sich hingegen mit Sammelquoten von seiner Verantwortung frei, die Schweiz kennt auch kein Pfandsystem. Dies erscheint mir zumindest als eine Art Ablasshandel.

Was unternehmen Sie, damit der Wertstoff Plastik rentabel wird?
Wie sieht es mit Biomüll aus, wie viel gelangt in die Verbrennung?
Warum wird für Alu unterschiedlich und wenig bezahlt, obwohl die Erzeugung extrem kostenaufwendig ist?
Wie sehen Sie das Engagement der Lidl & Schwarz Gruppe?
Was halten Sie vom deutschen Pfandsystem?

Via Plastiktonne gestaltete sich die Arbeit der Müllabfuhr wesentlich praktischer als mittels Kehrrichtsäcken. Zudem dürfen Kehrrichtsäcke lediglich frühestens am Vorabend hinausgestellt werden, da sich über einen längeren Zeitraum Tiere bedienen würden. Gemeinden verhängen hier ohne zu zögern Strafen. Fahre ich in die Ferien, bleibt daher der Abfall in der Wohnung.

Bericht über ein Gerichtsverfahren, erschienen in der Republik

Papierabfall soll in den meisten Gemeinden verschnürt werden, und Vereine sammeln ihn häufig ein. Die Entlohnung dafür erachte ich als beschämend.

Wie sehen Sie die Bilanz Plastiktonnen versus Kehrrichtsäcke?
Halten Sie die Art der Papiersammlungen von Organisationen noch für zeitgemäß?

Sich rühmen Asylanten zu beschäftigen? Wissenstransfer nach Afrika wäre an der Stelle dringend geboten. An der Zeit wäre es, dass Entwicklungshilfen Abfallentsorgungen professioneller gestalten. Solcherlei Probleme kennt auch Ghana. Politisch stabil, Englisch wird zudem gesprochen, daher ein ideales Partnerland.

Was denken Sie über einen temporären Personalaustausch zwischen der Schweiz und Ghana?
Welcher Manager Ihres Unternehmens möchte von Mai – November 2023 in Accra leben?
Wem möchten Sie aus Ghana einladen?

Es bestehen demnach vier Bereiche, die ausdiskutiert werden sollten. Ich wünsche mir, dass die Schweizer Recycling-Branche in die Diskussion einsteigt, um die hier gelistete Fallstudie zu komplettieren.

Karin Bertschi hat geantwortet und legt Wert auf freie Entscheidung der Bürger, was mit dem Abfall geschieht. Sie hat an den Verband der Schweizer Recycling Branche verwiesen, welche die Fragen kompetent beantworten können.

Webseite Verband Swissrecycling

Die Fallstudie werde ich noch entsprechend korrigieren. Wobei die Entwicklung ohnehin dramatisch ist. Zum Abschluss noch ein Lied

Nahrungsmittel der Zukunft

Beim Besuch des Alimentarium in Vevey habe ich eine Degustation von Insekten erlebt. Das Alimentarium ist ein Museum der Nestlé Stiftung. Dort geht es um Nahrung. Von weiten sieht man im Genfer See eine grosse Gabel. Sie erinnert mich an Russland, am meisten wurde mit der Gabel gegessen, während hier Löffel und Messer meistens zusätzlich als Besteck gereicht werden.

Das Museum zeigt sehr gut die Aspekte der Ernährung. Ich besuchte die Ausstellung über das Ekelgefühl. Gewisse Dinge essen wir, andere nicht. Ablehnung von Essen gibt es in allen Kulturen und die Mimik ist ein verzogener Mund und geschlossene Augen.

Meiner Meinung müssen wir drei Nahrungsarten zu uns nehmen: überall steigern wir die Proteinzufuhr

Algen
Die Algen mit einem hohen Proteingehalt können vergleichsweise einfach hergestellt werden. Es gibt diese schon in vielen Ländern zu kaufen.

Insekten
Ich habe Insekten probiert und hatte keinerlei abstossende Reaktionen beim Essen gespürt. Die Detaillisten sollten mehr Mut zeigen, Essen aus Insekten anzubieten

Pilze
Dazu habe ich sogar eine Webseite gestaltet. Pilzfarmen gibt es überall und es gäbe viele Sorten, die unseren Tisch bereichern. In den Geschäften finde ich oft nur Champignons.
Webseite Pilzreisen

Dies sind alles Ideen für Unternehmen, um mehr Lebensmittelvielfalt einzuführen. Es braucht Überzeugungskraft. Andererseits kann schon auf einen Wochenmarkt Begeisterung bei den Kunden geweckt werden. So lässt sich das Ernährungsproblem weltweit besser lösen.

Adresse vom Alimentarium in Vevey, ruhig ein Gespräch mit Nestlé suchen, wie die Zukunft gesehen wird.



Alimentarium
Quai Perdonnet 25
CH-1800 Vevey
alimentarium.org

Aludosen sammeln muss sich lohnen

Ich wohne in Brisgi, einer grossen Wiese mit drei Blöcken am Stadtrand von Baden. In der Nähe gibt es einen Discounter. Wenn dort Redbull als Aktion angeboten wird, so kaufen dies viele junge Leute, vergnügen sich auf der Wiese und lassen die Aludosen einfach liegen. Der Discounter kennt keine Rücknahme.

In Deutschland gilt Dosenpfand, Euro 0,25 pro Dose. Dafür werden Abfallkörbe durchwählt. Zwar funktioniert so das Recycling. Andererseits, es ist entwürdigend und wirtschaftlich ineffizient. Die Lösung liegt irgendwo in der Mitte. Dazu gehört Verantwortungsbewusstsein der Verbraucher.

Ein Discounter kann Sammelbehälter aufstellen, den Platz dafür einkalkulieren. Der Preis für die Verwertung von sortenreinen Alu ist 50% höher als von Mischmetall. Es gibt Blechdosen und andere Verpackungen, die da nichts zu suchen haben. Dennoch müsste der Annahmepreis doppelt so teuer, damit die Logistik funktioniert. Das wäre aber weit weniger als das Pfand in Deutschland.

Redbull wurde dazu angeschrieben, keine Antwort, auch den Discountern scheint das egal zu sein. Müssen wir immer Gesetze schaffen? Einfach die Preise erhöhen, so viele Hersteller hat es nicht. Wäre das ein Kartell?
zurfluh.de/kartell

Meiner Meinung nach nicht, es bedeutet Kostenwahrheit, die in der Kalkulation offen gelegt wird. Doch statt die Preise zu kalkulieren, verlangen wir Preise, die der Kunde zahlen möchte. Das bedeutet, gewisse Dinge sind überteuert, andere zu günstig und dies nur aufgrund von Nachfrage. Mieten in Ballungszentren gegenüber Randgebieten sind ein gutes Beispiel, dass Kosten immer weniger zählen.

Doch wir müssen uns klar werden, das die Rohstoffe wertvoll sind und unbedingt gesammelt werden sollten. Ebenso, dass Arbeit menschenwürdig sein soll und nicht im Abfall gewühlt werden darf.

Zur Situation mit der Aludosensammlung hatte ich bei folgenden Unternehmen Informationen eingeholt.
Genossenschaft Igora, Thalwil